Über mich | Decision Strategist

Mich hat immer interessiert, was vor uns liegt.

Nicht nur, was ist. Sondern was daraus entstehen könnte. Mit vierzehn begann ich, mich für Philosophie zu interessieren. Für die grossen Fragen: Was ist wahr? Was macht ein gutes Leben aus? Was trägt? Ich verfolgte diese Fragen damals nicht weiter. Doch rückblickend sehe ich: Die Frage nach Sinn, Zukunft und bewusster Gestaltung ist nie verschwunden. Sie zieht sich durch mein gesamtes Leben.

Weisheit zeigt die Richtung. Entscheidungen bringen sie ins Leben.

Als Wettkampfschwimmerin und Mittelstreckenläuferin trainierte ich mehrere Jahre an der Schweizer Spitze. Mit 17 lief ich auf dem Niveau der Europalimite. Mein Zimmer war voller Pokale. Gesagt haben sie mir erstaunlich wenig. Was blieb, war der Moment an der Startlinie: das Prickeln im ganzen System, das Warten auf den Schuss und die Fähigkeit, vollkommen fokussiert zu sein.

Mit 23 geriet ich in eine tiefe Krise. Von aussen unbegründet, innen existenziell. Ich musste verstehen, wozu das alles dient. Ich brach mein Architekturstudium an der ETH ab. Es war mir alles zu eng, zu technisch, nicht für den Menschen gedacht. Wechselte in die Raumplanung. Hier war die Sicht weiter und umfassender. Doch die Frage blieb.

Mit 26 begann ich zu meditieren. Was ich mit Denken allein nicht lösen konnte, begann ich durch genaue Wahrnehmung zu verstehen. Meditation wurde für mich nie zur Flucht aus der Welt. Sie wurde eine Schule des Sehens.

Mit 29 stand ich vor einer meiner grössten Entscheidungen: als buddhistische Nonne zu leben – oder als Praktizierende mitten in der Welt zu bleiben. Ich entschied mich für das Leben mittendrin. Diese Entscheidung trägt bis heute.

Ich traf aber auch eine andere Entscheidung, die für mein Leben entscheidend war:
ich erlaubte mir, das Leben und seine Phänomene zu erforschen – und mich weiterzuentwickeln. Durch das Meditieren hatte ich nämlich die Angst verloren, aus dem Käfig auszubrechen.

Es folgten ein Nachdiplomstudien und ein MAS. Der Fokus lag dabei voll auf Transformationsprozessen. Ich schrieb meine Diplomarbeit diesmal zum Thema Entscheidfindung. Doch innen spürte ich einen Ruf, tiefer zu gehen.

Danach führte mich mein Weg nach Indien. Ich folgte damit einem inneren Ruf, Musik auszudrücken, aber auch die «Stimme meines Inneren» zu finden. Über Jahre studierte ich Dhrupad, eine der ältesten und strengsten Vokaltraditionen der Welt. Präsenz, Konzentration, Präzision, Wahrnehmung. Ich wusste damals noch nicht, dass genau diese Fähigkeiten Jahrzehnte später ein Fundament meiner Arbeit bilden würden.

Beruflich zog es mich immer dorthin, wo es um das Noch-Nicht ging. An der Hochschule beschäftigte ich mich früh mit Virtual Reality und neuen Technologien. Das war Ende der 90er. In meiner Diplomarbeit entwickelte ich zukünftige Lebensstiltypen und untersuchte, wie veränderte Bedürfnisse und Lebensentwürfe die räumliche Entwicklung prägen könnten. Ich einwarf eine neue Raumplanungsmethodik, die Flexibilität und Dynamik unterstützte. Es ging dabei insbesondere darum, zu ermöglichen, dass Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt und bedürfnisorientiert gefällt werden.

Später arbeitete ich über zwei Jahrzehnte in der räumlichen und städtischen Entwicklung – für Gemeinden, Städte, Kantone und ein ETH-Spin-off, mit internationalen Projekten bis nach China und einem Smart City Innovation Award. Ich entwickelte Visionen, Szenarien und Strategien, führte komplexe Prozesse und bereitete Entscheidungen vor, deren Wirkung oft erst Jahre oder Jahrzehnte später sichtbar wird.

Raumplanung hat mich gelehrt, von der Zukunft her zu denken: Welche Zukunft wollen wir ermöglichen – und welche Entscheidungen braucht sie heute?

Heute beschäftige ich mich intensiv mit künstlicher Intelligenz. Die Technologie ist neu. Meine Frage ist dieselbe: Was verändert sich gerade – und wie wollen wir darin bewusst Zukunft gestalten?

Parallel dazu baute ich meine eigene Firma für Musik, Stimme, Meditation und Coaching auf. Ich unterrichtete, komponierte, gab Konzerte und begleitete Menschen über Stimme, Atem, Wahrnehmung sowie Geistes- und Herzensschulung.

Auf der einen Seite Strategie, Zukunft und komplexe Systeme. Auf der anderen Wahrnehmung, Weisheit und innere Entwicklung. Lange hielt ich diese Welten getrennt.

2017 verlor ich meine Anstellung. Von 2018 bis 2020 ernährte meine Musik- und Coachingfirma unsere vierköpfige Familie in Zürich. Dann kam die Pandemie. Was ich über Jahre aufgebaut hatte, war innert Monaten nicht mehr tragfähig.

Ich kehrte in die Strategie zurück und übernahm zwei Kaderpositionen in der öffentlichen Verwaltung. Äusserlich funktionierte mein Leben wieder. Doch für Meditation, Gesang und Weisheit war plötzlich kein Platz mehr. Ich begann, einen wesentlichen Teil von mir zu verstecken. Zudem musste ich erfahren, dass in starren Strukturen Innovation und Kreativität, Inspiration und Drive nicht erwünscht waren. Entscheidungen wurden oft nicht tragfähig getroffen.

Es ging noch tiefer: ich merkte, dass ich meine Lebensaufgabe nicht leben konnte: das Phänomen Präsenz zu erforschen, mein Potenzial voll zu entwickeln und Glück zu kultivieren. Und meine Erkenntnisse und Erfahrungen darüber mit andern zu teilen, sodass auch diese ihre Lebensaufgabe besser erfüllen können! Ich riskiertealso, dass mein Leben nicht «erfolgreich» war. Und dass auch andere nicht «wahren Erfolg» hatten in ihren Leben.

Mein Leben funktionierte. Aber es war nicht mehr stimmig.

Anfang 2026 entschied ich, meine beiden Welten nicht länger zu trennen: Strategie und Weisheit. Rationales Denken und genaue Wahrnehmung. Zukunft gestalten und verstehen, was wirklich trägt.

Plötzlich erkannte ich: Es waren nie zwei Welten gewesen. Meine Arbeit hatte sich immer um dieselben Fragen gedreht: Was ist wirklich da? Was verändert sich? Was trägt nicht mehr? Welche Zukunft wollen wir gestalten? Und welche Entscheidung ist jetzt notwendig?

Genau daraus entstand Wisdom in Action.

Heute begleite ich Unternehmerinnen und Unternehmer an Wendepunkten. Sie kommen selten zu mir, weil ihnen Wissen fehlt. Ihr bisheriger Weg hat funktioniert. Doch er passt nicht mehr vollständig zu der Frau / zu dem Mann, die sie heute geworden sind – und zu der Zukunft, die vor ihnen liegt.

Strategie allein reicht dann oft nicht. Und ein Bauchgefühl allein trägt keine weitreichende Entscheidung. Meine Arbeit verbindet über 25 Jahre Strategie, Planung und Veränderungsprozesse mit 30 Jahren Meditation und dem Studium buddhistischer Weisheit sowie mit 12 Jahren Coaching im Stimm- und Atembereich.

Seit 2026 begleite ich zusätzlich Menschen am Ende ihres Lebens im Hospizdienst. Nichts schärft den Blick auf das Wesentliche so sehr wie die Nähe zum Letzten. Welche Entscheidungen tragen wirklich – nicht nur heute, sondern im Rückblick auf ein ganzes Leben?

Strategie & Zukunft Visionen, Szenarien und Entscheidungen unter realem Druck.

Weisheit & Wahrnehmung 30 Jahre Meditation und Studium buddhistischer Quellen.

Unternehmertum & Führung Eigene Firma, Kaderpositionen und Verantwortung.

Kreativität & Innovation Musik, Virtual Reality, Smart City und künstliche Intelligenz.

Fokus & Umsetzung Leistungssport, Kampfkunst und jahrzehntelange Praxis.

Mit vierzehn fragte ich mich, was ein gutes Leben ausmacht. Mit dreiundzwanzig konnte ich ohne eine Antwort auf die Sinnfrage nicht weitermachen. Mit sechsundzwanzig begann ich, den Geist selbst zu erforschen. Als Ingenieurin lernte ich, Zukunft in Visionen, Strategien und konkrete Entscheidungen zu übersetzen.

Heute verbinde ich diese Erfahrungen.

Mich interessiert nicht nur, wer du heute bist. Mich interessiert, welche Frau / welcher Mann du geworden bist – und welche Zukunft daraus möglich wird.

Denn dein nächstes Kapitel entsteht nicht von selbst.

Du entscheidest es.