Über mich · Aana Sharma
Wie alles
begann.
Zuerst der Sinn. Alles andere kam danach. Ein Weg zwischen zwei Welten – Strategie und Weisheit –, die längst eine geworden sind.
Der Anfang
Zuerst der Sinn.
Alles andere kam danach.
Lange bevor die grossen Fragen kamen, hatte ich gelernt, mich zu fokussieren. Erst Wettkampfschwimmerin, dann Mittelstreckenläuferin – mehrere Jahre an der Schweizer Spitze, mit 17 auf dem Niveau der Europalimite, dazu Crossläufe, Bergläufe und Triathlon. Mein Zimmer war voller Pokale; gesagt haben sie mir wenig. Was blieb, war der Moment an der Startlinie – ein Prickeln im ganzen System, das Warten auf den Schuss – und das Laufen auf die Sekunde genau. An eine Schweizer Meisterschaft erinnere ich mich am liebsten: strömender Regen, am Ende nur Vierte, aber im Ziel – die Ränge voll, die Zuschauer feuerten den Löwenmut an. Nicht der Rang zählte, sondern dass ich durchhielt.
Mit 23 geriet ich in eine tiefe Krise. Von aussen betrachtet unbegründet – innen war sie existenziell. Ich musste verstehen, wozu das alles dient. Worin der Sinn liegt. Solange ich darauf keine Antwort hatte, ging es für mich schlicht nicht weiter.
Ich brach mein Architekturstudium an der ETH ab und fand später über die Raumplanung in meinen Beruf zurück. Doch die eigentliche Frage blieb.
Mit 26 begann ich zu meditieren. Das hat mich gerettet. In kurzer Zeit verband ich mich wieder mit mir selbst – und die grossen Fragen, die ich mit dem Kopf nie hatte lösen können, beantworteten sich von innen. Fast über Nacht fielen alte Abhängigkeiten von mir ab. Ich erlebte eine Konzentration, eine Weite und eine Freude, die ich vorher nicht gekannt hatte.
Das war der Moment, der alles veränderte. Weil ich meiner inneren Stimme zugehört und ihr Raum gegeben hatte – und weil so rasch Antworten kamen –, gab ich mir die Erlaubnis, diesen Weg weiterzugehen. Die Erlaubnis, das Innere vor das Äussere zu stellen. Zuerst verstehen – dann gestalten.
Mit 29 stand ich vor meiner ersten wirklich grossen Entscheidung: als buddhistische Nonne zu leben – oder als Praktizierende mitten in der Welt zu bleiben. Ich entschied mich für das Leben mittendrin. Diese Entscheidung trägt bis heute.
Und weil ich mir einmal erlaubt hatte, der inneren Stimme zu folgen, konnte ich es wieder. Ich folgte dem Ruf nach meiner eigentlichen Berufung – bis nach Indien, wo ich über Jahre den Dhrupad-Gesang erlernte, eine der ältesten und strengsten Vokaltraditionen der Welt.
Zwei Welten
Gleichwertig nebeneinander
Zurück in der Schweiz führte ich zwei Leben nebeneinander – und in beiden blühte ich auf.
Über zwei Jahrzehnte in der räumlichen und städtischen Entwicklung – für Gemeinden, Städte, ein ETH-Spin-off, mit urbanen Projekten bis nach China und einem Smart City Innovation Award. Grosse Prozesse geführt, komplexe Interessen zusammengebracht, tragfähige Entscheidungen unter realem Druck vorbereitet.
3 Jahrzehnte meditiert. Über Jahre eine eigene Firma für Musik und Meditation aufgebaut. Unterrichtet, komponiert, Weisheit über Klang, Stimme, Atmung sowie Geistes- und Herzensschulung weitergegeben.
Keine der beiden Welten war mir wichtiger als die andere – sie standen gleichwertig nebeneinander und nährten sich gegenseitig.
Ein Bruch von aussen
Als der Boden wegbrach
2017 verlor ich meine Anstellung. Von da an lebte ich ganz von meiner Musik- und Coachingfirma – von 2018 bis 2020 ernährte sie meine vierköpfige Familie in Zürich.
Dann kam die Pandemie. Sie traf meine Stimm- und Musikfirma mit voller Wucht – was ich über Jahre aufgebaut hatte, war innert Monaten nicht mehr tragfähig. Es traf mich finanziell und persönlich bis ins Mark.
Nach dem Wegfall der Firma kehrte ich in die Strategie zurück und übernahm nacheinander zwei Kaderpositionen in der öffentlichen Verwaltung.
Das war keine Entscheidung aus innerer Klarheit – sie wurde von aussen erzwungen. Und erst dort, in diesen Rollen, entstand ein Konflikt, den ich vorher nie gekannt hatte: Für meine andere Welt – Meditation und Gesang – war plötzlich kein Platz mehr. Ich musste sie verstecken.
Die Entscheidung, die zählte
Meine beiden Welten – offen, in einem
Anfangs 2026 traf ich den Entschluss, der wirklich mir gehörte: meine beiden Welten nicht länger getrennt zu halten. Strategie und Weisheit, Business und innere Arbeit – offen, in einem.
Das brauchte Mut. Und Vertrauen – dass es Menschen gibt, die am selben Punkt stehen. Die längst begriffen haben, dass strategisches, rationales Denken und innere Arbeit keine Gegensätze sind, sondern dass genau in ihrer Verbindung ein enormes Potenzial liegt.
Genau daraus ist meine Arbeit als Entscheidbegleiterin entstanden.
Der Weg in Etappen
Sechs Wendepunkte
Fokus & Flow
Die Wurzel unter allem
Als beim Lockdown alles zusammenbrach, wusste ich sofort: Jetzt baue ich mich auf. Nach jahrzehntelanger Pause – zu viele alte Sportverletzungen, zu viele Schmerzen – begann ich zu Hause mit Pilates, Crossfit und Calisthenics. Nach sechs Monaten war ich zurück.
Heute trainiere ich Mixed Martial Arts und stehe im Kickboxclub mit den 25-jährigen Fightern auf der Matte. Mit 55 schaffe ich 175 Liegestütze am Stück. Diese Kraft ist nicht nur Muskel; sie kommt aus derselben Fähigkeit wie einst an der Startlinie: mich zu fokussieren.
Dazu eine schnelle Auffassungsgabe – neue Bewegungsabläufe sitzen sofort, ob beim Kickboxen oder beim Tanzen. Im Tanzen komme ich in einen Flow, in dem Geist und Körper eins werden. Dasselbe geschieht beim Improvisationssingen – und als Ingenieurin, wenn neue Methoden und Lösungen entstehen. Solche Flow-Momente sind ein Geschenk.
Fokus und Flow sind kein Nebenschauplatz – sie sind die Wurzel unter allem, was ich tue.
Heute
Strategie und Weisheit in einem
Seit 2026 begleite ich zusätzlich Menschen am Ende ihres Lebens, als Sterbebegleiterin im Hospizdienst. Nichts schärft den Blick dafür, welche Entscheidungen wirklich tragen, so sehr wie die Nähe zum Letzten. Was dort zählt, zählt auch bei jeder grossen Entscheidung davor: dass sie stimmig ist mit dem, wer du wirklich bist.
Heute weiss ich: Nichts davon war ein Umweg. Jede dieser Erfahrungen – die leise Krise mit 23, die grosse Entscheidung mit 29, der erzwungene Bruch in der Pandemie und der Entschluss, meine beiden Welten zusammenzuführen – hat mich zu dem geführt, was ich heute tue. Menschen an ihren eigenen Wendepunkten begleiten. Dort, wo Strategie allein nicht reicht und das Bauchgefühl allein nicht trägt.
Kernkompetenzen
Was jede Station mir mitgab
Was ich weitergebe
Ich gebe weiter, was ich selbst gelebt habe
Analyse, Zukunftsbilder und tragfähige Entscheidungen unter realem Druck.
Dreissig Jahre Meditation und buddhistische Quellen, die den Blick fürs Wesentliche schärfen.
Eine Wahl, die stimmig ist mit dem, wer du wirklich bist – und bis heute trägt.
Dein nächstes Kapitel
Dein nächstes Kapitel beginnt mit einer Entscheidung
Vielleicht kennst du die Antwort noch nicht. Aber du spürst bereits die Frage.
Lass uns gemeinsam herausfinden, was dein nächster Schritt ist.
Klarheitsgespräch vereinbaren
